Herbsttour Gesäuse

P9071024,1Bilder – Zur diesjährigen 3-Tages-Herbsttour sind bei schönstem Wetter 13 Bergsteiger/innen aufgebrochen um eindrucksvolle Erlebnisse am Berg zu sammeln. Und davon gab es wirklich reichlich. Am ersten Tag versuchten wir uns am Kaiser – Franz – Josef – Klettersteig in der Seemauer am Leopoldsteinersee. Durch seine Länge und direkte Wegführung ein lohnender aber auch fordernder Steig, bei dem der Abstieg auch nicht zu unterschätzen ist. Einige nutzten die Gelegenheit und machten den Roßlochhöhlenklettersteig gleich mit. Von Eisenerz ging es dann ins Gesäuse, wo wir schon beim Anstieg zur Haindlkarhütte die gewaltigen Nordwände vor uns hatten. Die herrliche Abendstimmung auf der Hütte ließ uns schon die Wegführung für den nächsten Tag erahnen, das bei manchen ein unglaubwürdiges “ wia geht des “ auslöste. Am nächsten Morgen gingen wir durch Latschen und immer steiler werdendes Gelände zum Einstieg vom Peternpfad. Ab hier wurden auch die Hände gebraucht. In leichter Kletterei am großgriffigen und festem Fels ging es höher und höher, immer mit Blick in die gewaltigen Nordwände. Die Schlüsselstelle am Peternpfad, der“ Ennstaler Schritt“, eine ausgesetzte Stelle im II Grad, wurde von allen problemlos gemeistert. In der Peternscharte teilten wir uns. Eine Gruppe ging über die Planspitze zur Hesshütte, die andere über den Roßkuppengrat aufs Hochtor und dann zur Hesshütte. Dieser Anstieg auf Hochtor ist ein großartiger alpiner Felsenweg im II Schwierigkeitsgrad mit allem drum und dran – herrliche Wandkletterei – ausgesetzten Grate – Querungen über schmale Bänder und nicht zuletzt beeindruckt die schräge Felsplatte am Dachl. Nach wohlverdienter und ausgiebiger Gipfelrast, perfekte Leistung vom Wolfi unserem Gipfelbierbeauftragten, stiegen wir über den Josefinensteig zu Hesshütte ab. Erleichtert durch die musikalischer Begleitung, denn bei der Hütte spielte die Blasmusikkapelle Admont/Hall. In dieser Stimmung ließen wir diesen genialen Tag auch ausklingen. Am dritten Tag teilten wir uns gleich wieder. Wahlweises Vormittagsprogramm. Besteigung vom Hüttengipfel des Hochzinödel, oder Frühschoppen auf der Hüttenterrasse mit der Blasmusik. Mit den Abstieg durch den sehr schön angelegten Wasserfallweg beendeten wir unser Bergwochenende.
Bei diesem Wetter in dieser Felsenwelt mit solchen Steigen – einfach nur genial!