Rückblick Schitouren 2013/14

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Schitourentage Defereggental 1. bis 5 März 2014
Die Tourentag waren geprägt von der Bezeichnung: Perfekt, Perfekt, Perfekt. Nachdem in dem geplanten Tourenziel Berchtesgardener Alpen kein Schnee mehr lag, wurden die Tourentage kurzfristig ins Defereggental verlegt. Die Osttiroler erstickten heuer fast im Schnee. Noch dazu hatten wir jeden Tag Kaiserwetter und lawinentechnisch äußerst sichere Verhältnisse. Die Unterkunft und Verpflegung im Alpengasthof Pichler war auch sehr gut. Bei der Anreise nahmen wir die Besteigung des Hochgassers (2922 m) mit

Hochgasser (2922 m) – 1400 hm: Aufstieg vom Matreier Tauernhaus  über alte Skipiste und schöne Almböden bis zur Grünseehütte. Hier hat man bereits die Hälfte des Aufstiegs hinter sich. Weiter über den Schwarzsee, Grausee und unter den Hängen des Messelinkogls hindurch  zu einem Sattel. Über den fast 400 m hohen Gipfelhang zum Gipfel.Abfahrt: wie Aufstieg bei teilweisen guten Firnverhältnissen

Hochkreuzspitze 2739 m: Die ersten 300 Hm erleichterten wir uns mit der Auffahrt mit einem Rodeltaxi bis zur Alpe Stalle. Weiter über einen Almweg (teilweise lawinengefährdet) zur Hinteren Stalle. Von dort ins Kar über einen steilen Hang und Mulden zum Gipfel mit einer wunderbaren Aussicht in die Sextener Dolomiten. Abfahrt wie Aufstieg: Da es sich um eine nordseitige Tour handelt erlebten wir eine sehr schöne unverspurte Tiefschneeabfahrt!!

Almerhorn 2985 m: Aufstieg vom Parkplatz Staller Alm über schöne weite Hänge und Mulden zur sehr steilen Jägerscharte 2862 m . Anschließend entweder zu Fuß oder per Schi zum Gipfel. Gegenüberliegend der imposante Hochgall. Abfahrt wie Aufstieg bei sehr guten Firnverhältnissen. Gemütlicher Abschluss in der Staller Alm. Konditionsstarke hatten auch noch genügende Kraft für einige Tänzchen.

Kauschkahorn 2891 m: Von der Jausenstation Jägerstube über Forstweg in einigen Serpentinen zur Waldgrenze. Noch ein kurzes Stück am Weg und über eine weite Lichtung zu den Lawinenverbauungen. Durch diese hindurch und rechts auf den Geländerücken, immer auf den markanten Gipfel des Schobers zu. Kurz vor dem Gipfel rechts haltend über eine Steilstufe in einem weiten Linksbogen zum Südrücken des Kauschkahorns  und über den schmalen Südrücken, auf den Wintergipfel. Abfahrt: entlang der Aufstiegsroute; schöne südseitige Firnabfahrt.

Speickboden 2653 m Hausberg vor unserem Quartier Alpengasthof Pichler: Vom Parkplatz teilweise entlang der Rodelbahn und durch Wald bis zur Speikbodenhütte. Hier sieht man bereits die sehr steilen Südhänge. Von der Hütte am Fahrweg weiter bis zur Frözalm. An der Alm vorbei auf einem Rücken und über einen kurzen Steilhang zum Gedenkkeuz. Weiter am Südrücken in steilen Serpentinen zum zu dem schönen Gipfelkreuz. Abfahrt: Tolle Firnabfahrt über den sehr steilen Gipfelhang und das weitläufige und wunderbare Gelände wieder zur Frözalm und zur Speikbodenhütte und über die Rodelbahn zurück zum Parkplatz.

 

30ste Schitourenwoche 5. bis 12. April 2014 – Mont Blanc 4810 m

Zum 30iger Jubiläum (Kurt Weilguny war als Einziger jedes Jahr dabei) versuchten wir zum zweiten Mal die Besteigung des Mont Blanc, die diesmal erfolgreich bei besten Wetterverhältnissen durchgeführt wurde. Zur Gewöhnung an die Höhe bestiegen wir einige Tage vorher den Tresenda (3607 m) und den Gran Paradiso (4061 m). Dank an unsere staatlich geprüften Bergführer Manfred (Mandy) Hiebl  –    www.lebenextrem.at/Mandy.html und Dieter Peneder –  [email protected] die ich hiermit weiterempfehlen möchte.

 Stützpunkt Rifugio Vittorio Emanuele 2732m: Sehr gut bewirtschaftete und gemütliche Schutzhütte.

Tresenda 3607 m: Eingehtour mit beeindruckendem Gipfelblick auf den Gran Paradiso. Schöne weitläufige Hänge mit guten Abfahrtsverhältnissen

Gran Paradiso 4061 m: Eine großartige Skihochtour auf einen wahrlich paradiesischen Viertausender, leider hatten wir im Gipfelbereich sehr schlechte Sicht.

Gipfelanstieg: Vom Rifugio Emanuele um den Kamm, der von der Becca di Moncorvé herunterzieht. Hinter den Ausläufern des Kamms auf den Gran Paradisogletscher und zum Teil auf steilen Hängen bis zum Schidepot unterhalb des Gipfelgrates. (ca.3800m). Über dieser steilen Gletscherhang angeseilt und mit Steigeisen  hinauf zum Gipfelgrat. Von der Scharte zwischen den Gratzacken nahe der Gipfel-Madonna über den kurzen, ausgesetzten Grat in  kurzer anregender Kletterei hinüber zur Madonna. Abfahrt wie Aufstieg: Bei der Rast vertilgten wir das Super-Geselchte das Hans Haider auf die Hütte mitgeschmuggelt hat und Dieter Peneder als Bergführerservice bei dieser Tour mitgetragen hat. Das hat besonders lecker geschmeckt.

 Aufstieg zur Grand Mulets Hütte 3051 m: Von der Mittelstation der Aiguille du Midi Seilbahn in langen sehr steilen Querungen unterhalb der Aiguille du Midi Nordwände zum spaltenzerfurchten Bossonsgletscher. Auf diesem stiegen wir aufwärts, bis zu einem Felsriegel auf der die Grands Mulets Hütte wie ein Adlerhorst drohnt. Wir erlebten eine wunderbar Nachmittags- und Abendstimmung.

Mont Blanc 4810 m: Diese anspruchsvolle, hochalpine Skitour auf den höchsten Berg der Alpen ist eine echte Traumtour. Unvergessliche Ausblicke und eine Abfahrt inmitten der beeindruckenden Gletscherlandschaft belohnen für die Strapazen des Aufstiegs (1800 hm). Wir steigen bei Dunkelheit über das Petit Plateau zum Grand Plateau auf. Irgendwie habe ich immer das Lied von Helene Fischer im Kopf: „Atemlos durch die Nacht.“ Von hier erreichen wir bei Sonnenaufgang den Col de Dome und wenig später das Skidepot am Vallot-Biwak (4362 m). Vor hier geht es angeseilt zu Fuß und mit Steigeisen über den Bosses-Grat auf den Gipfel. Das mitgenommene Doserl Bier war leider eingefroren. Haben wir halt den Schnaps getrunken. Der Abstieg und Abfahrt bis zur Mittelstation der Aiguille du Midi (2310 m) erfolgt auf dem Anstiegsweg. Die Runde Bier bei der Mittelstation spendiert von Dieter ist sofort verdunstet, so groß war der Durst nach der langen Abfahrt. (2000 hm).

 Aiguille du Midi 3777 m – Vallee Blanche Abfahrt (ca. 2000 hm): Am letzten Tag belohnten wir uns mit einer Auffahrt mit der Seilbahn zur Aiguille du Midi und der hochalpinen 22 kilometerlangen Genussabfahrt über den Géant- und Taculgletscher und über das Mer de Glace. Die Beeindruckende Abfahrt über riesige Gletscherflächen in gewaltiger Bergkulisse (Grand Jorasse, Dru usw.) ist alles andere als eine präparierte Abfahrt – auch wenn an schönen Tagen bis zu 2000 Wintersportler unterwegs sind und sich so eine fast pistenartig eingefahrene Hauptspur bildet. Nach Ende der Abfahrt Aufstieg auf langer Stiege und kurzem Lift zum Bahnhof MontenVerse und mit der Zahnradbahn zurück nach Chamonix.

Text: Kurt Weilguny