Hochtourentage – Badener Hütte – Venedigergebiet 19. – 21. Juli 2020

 

Am Sonntag ging es früh los. Abfahrt Sierning 4:00 Uhr. Nach einigen Stunden Fahrt waren wir an den Ausganspunkt unserer Tour gelangt – dem Matreier Tauernhaus.

Von dort führte uns der Weg entlang des Baches nach Innergschlöss,  wo wir und kurz stärkten. Danach  begann der steile Anstieg zum Salzbodensee und zum  Auge Gottes – ein See mit einer Wollgrasinsel inmitten –  weiter ansteigend bis zum Löbbentörl und zum Inneren Knorrkogel, absteigend und mit einigen Querungen von steilen Schneefeldern ging es zum Ziel das ersten Tages, der  Badener Hütte. Ein langer und fordernder Zustieg mit 1450 Hm und  ca. 6h  Gehzeit. Die Höhe und das schwere Gepäck machten es nicht leichter. Aber wir wurden auf der Hütte gut  aufgenommen und konnten uns für den nächsten Tag  gut erholen.

Abmarsch 6:00 bei strahlendem Sonnenschein, und das sollte den ganzen Tag so bleiben! Erstes Ziel der die Kristallwand. Ein schön angelegter Klettersteig half uns denn Grat zu besteigen. Das letzte Stück gingen wir über ein Schneefeld zum Gipfel. Herrlicher Aufstieg. Dann kam die Gletscherausrüstung in Gebrauch.  In 2 Seilschaften machten wir uns auf den Weg zum höchsten Punkt für diesen Tag den Hohen Zaun mit 3450 m. Schöner Rundumblick zu den großen Nachbargipfeln. Nach dieser weitläufigen Gletscherwanderung stiegen die zügig zum Defreggerhaus ab,  zur verdienten Mittagspause. Anschließend ging es in die Frosnitzscharte – Wiederaufstieg mit 300 Hm – und von dort mit Schwung die jungfräulichen Gletscherhänge hinab wieder zur Badener Hütte. Die 500 Hm waren in einer halben Stunde erledigt. Wenn’s  laft dann lafts. Langer eindrucksvoller Gletschertag mit in Summe 11h und1200 Hm

Der dritte Tag wurde etwas umgeplant. Wir wählten den Abstieg nach Gruben an der Tauernstrasse. Aus dem vermeintlich langen Talhatscher wurde aber ein recht erlebnisreicher Tag. Schöne saftige Blumenwiesen und viel rauschendes Wasser begleiteten uns. Kleine  Almen luden zum Verweilen. Die Herzlichkeit mit der wir dort aufgenommen und verköstigt wurden, wird in Erinnerung bleiben. Auf gefühlt senkrechter abfallender Forststraße ging es weiter ins Tal. In Summe 1400 Hm.

Hochtourentage bei denen beinahe alles gepasst hat. Wetter  Top – Zu und Abstieg mit schönen Steigen und Wegen in herrlicher Gegend – Gipfelanstieg über feinen Grat mit anschließender Gletschertour – gastfreundliche Hütte und Wirtsleute. Der Termin abseits vom Wochenende hat sich auch bewährt. 

Vor Allem hat es mit dieser Gruppe – 10 Personen /  2 Seilschaften – richtig Spaß gemacht, einige Tage in den Bergen zu verbringen.  Sehr unkompliziert !

Zum Schluss ein Tip: etliche Foto der Tour auf der Homepage und bei Facebook und seht euch das wirklich gelungene Video von Sarah an.

Leitung und Text: Johann Haider

Fotos: Hannes, Lorenz

Fotolink:
https://flic.kr/s/aHsmPKqt6V

Videolink:
https://drive.google.com/file/d/1r-7Gk0xjNSK9tEtKERCcCJGHUJ-yFQDs/view?usp=drivesdk